Mittwoch, 30. November 2011

Benefizveranstaltung für das AsylCafé

Das Bräuhaus Ensemble Passau gibt am 21. Januar 2012 ab 20.00 Uhr in der Aula des Gymnasium Leopoldinum Passau eine Benefizveranstaltung zugunsten des AsylCafés!
Zu sehen sein wird das Stück Da Rambo vo Gruabweg, das bereits weit über die Grenzen Passaus hinaus Säle füllte und Menschen begeisterte!
Eintritt: 10,00 Euro 
Karten gibt's im Vorverkauf bei Bücher Pustet (Nibelungenplatz 1, Mo-Sa 9:00-20:00 Uhr) oder an der Abendkasse. Reservierungen werden entgegengenommen unter asylcafe@gmail.com oder 0176 38301577.
Weitere Informationen über das Ensemble und das Stück: 

Der Erlös kommt dem Bildungsprojekt zugute und ermöglicht geduldeten Flüchtlingen und Asylbewerbern, die keine staatliche Förderung erhalten, einen Deutschkurs und / oder Schulabschluss zu machen. Mehr Infos über das Bildungsprojekt finden Sie hier.

Samstag, 26. November 2011

Abschiebung von Joyce Ayikoru vorerst ausgesetzt

Der Petitionsausschuss hat vergangene Woche die Abschiebung von Joyce Ayikoru in letzter Minute vorerst ausgesetzt. 

Wir bedanken uns im Namen von Joyce bei allen Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern der Petition für ihre Unterstützung!

Donnerstag, 17. November 2011

Glühweinverkauf vor der Stadtgalerie


 
Das AsylCafé Passau n.e.V. startet in die Weihnachtszeit!

In diesem Zusammenhang verkaufen wir am

Samstag, 19. November 2011, ab 12.00 Uhr 

vor der Stadtgalerie in Passau Glühwein.


Der Erlös geht zu 100 % an das Bildungsprojekt.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Die Grüne Hochschulgruppe Passau unterstützt das AsylCafé

Auch in diesem Jahr lädt die Grüne Hochschulgruppe Passau wieder zu ihrer legendären 90er Party. 

Donnerstag, 17. November 2011, ab 22.00 Uhr in der Camera in Passau

Dabei unterstützen sie mit jedem Dritten Euro unser AsylCafé!

Vielen Dank dafür!

(weitere Informationen unter: www.gruenehsg-passau.de)

Samstag, 5. November 2011

Erfolgreicher Start in das Wintersemester 2011/2012

Das Wintersemester 2011/2012 hat begonnen und das AsylCafé darf sich über viele interessierte und engagierte Neumitglieder freuen. 

Nachdem zum Ende des letzten Semesters viele Studierende durch einen Wechsel des Studienortes oder eines Auslandsaufenthalts die aktive Arbeit im AsylCafé aufgeben mussten, ist es umso erfreulicher, dass sich zum ersten Organisationstreffen des Semesters sehr viele neue Mitglieder in den Räumen der Diakonie eingefunden haben. 

Auch wer die erste Sitzung im November verpasst hat, ist weiterhin herzlich eingeladen, unserem Verein beizutreten und unsere Arbeit aktiv zu unterstützen.

Ein herzliches Willkommen allen Neumitgliedern und vielen Dank für Euer Engagement!

Sonntag, 23. Oktober 2011

Keine Abschiebung für Joyce Ayikoru!

Von: Kilian Spies aus Passau 
 
An:   Bayerischer Landtag, Deutscher Bundestag,Bayerisches Innenministerium, Landratsamt Passau und alle weiteren zuständigen Behörden in Deutschland
Joyce Ayikoru (geb. am 25.04.1969) ist am 29.09.2009 aufgrund von politischer Verfolgung aus Uganda nach Deutschland eingereist. Sie befindet sich seit sieben Wochen in Abschiebehaft- trotz höchst instabilen psychischen Zustandes und obwohl keine Fluchtgefahr besteht! Die zuständigen Behörden sollen Frau Ayikoru sofort aus der Abschiebehaft entlassen und die Abschiebung aussetzen.

Frau Ayikoru gehört zur Ethnie der Baganda, sie vertrat ihre Dorfgemeinschaft bei Versammlungen. Die ugandische Regierung wollte die Rechte der Baganda beschneiden, der König sollte seine Rechte nicht mehr ausüben dürfen. In Kampala gab es deswegen Ausschreitungen. Als Frau Ayikoru erfuhr, dass sie aufgrund ihres politischen Engagements gesucht werde, beschloss sie zu fliehen. Sie reiste Ende 2009 mit einem Besuchervisum nach Deutschland ein, und stellte Anfang 2010 ihren Asylantrag, der jedoch abgelehnt wurde.

Sie lebte anfangs bei einer Uganderin in Nürnberg, die sie in Kampala kennen gelernt hatte. Diese Frau hatte ihr versprochen, ihr ein Visum und Arbeit in Deutschland zu verschaffen. Frau Ayikoru hatte dieser Frau vertraut. Sie verschaffte Frau Ayikoru ein Besuchervisum, mit dem sie Ende 2009 nach Deutschland einreiste, wo sie bald feststellen musste, dass ihr falsche Versprechungen gemacht worden waren. Die Frau nahm Frau Ayikoru alle Ausweise und Zeugnisse ab und forderte sie nach einiger Zeit auf, die Wohnung zu verlassen und einen Asylantrag ohne diese Dokumente zu stellen. Da sie keine anderen Ratgeber hatte und von dieser Frau abhängig war, stellte sie daraufhin einen Asylantrag unter dem Namen Namusisi, der auch Teil ihres Familiennamens ist. Frau Ayikoru wird vorgeworfen, dass sie ihren Pass in ihrem Koffer versteckt hielt und beim Bundesamt nicht angab, einen Pass zu besitzen. Da ihr alle Dokumente von der Frau abgenommen worden waren, besaß sie zum Zeitpunkt der Antragstellung keinen Pass und keine Zeugnisse, die sie beim Bundesamt hätte vorlegen können. Nach eigener Aussage ist Frau Ayikoru auf eine Betrügerin hereingefallen. Als Frau Ayikoru bereits längere Zeit in der Erstaufnahmeeinrichtung in München war, erhielt sie einen Anruf von dieser Frau, sie solle ihre Sachen abholen in Nürnberg. Während sie in der Wohnung wartete, kam die Polizei. Die ugandische Frau händigte den Polizisten ein Päckchen mit ihren Dokumenten aus. Darauf wurde Frau Ayikoru mitgenommen, verbrachte die Nacht bei der Polizei und wurde am nächsten Vormittag einem Richter vorgeführt, der sie wieder nach München zurückschickte.

Auf welche Weise diese ugandische Frau das Visum für Frau Ayikoru beschafft hatte, erfuhr sie erst, als ihr im April dieses Jahres – sie war inzwischen schwanger und nach Breitenberg im Landkreis Passau verlegt worden – vom Sozialamt des Landratsamtes kein Krankenschein mehr ausgestellt wurde. Angeblich lag vom Ehemann der ugandischen Frau eine Verpflichtungserklärung vor, dass er alle Kosten für Frau Ayikoru übernehmen würde, was er allerdings nicht tat. Der Mann gab später an, dass er eine solche Verpflichtung nie unterschrieben habe und dass es sich dabei um eine Fälschung handelt. Weil sich Frau Ayikoru nicht krank fühlte und in Uganda schon vier Kinder zur Welt brachte, ging sie ab Januar 2011 nicht mehr zum Gynäkologen. Am 18. April 2001, zwei Tage vor dem vorgesehenen Entbindungstermin, verschlechterte sich ihr Zustand plötzlich und sie musste ohne Krankenschein zur Frauenärztin, die den Tod des Kindes feststellte. Frau Kriegl von der Caritas-Schwangerenberatung bezahlte den Transport ins Klinikum Passau. Am vorgesehenen Geburtstermin kam Töchterchen Blessing tot zur Welt. Dieser Schock ist wahrscheinlich der Auslöser der anhaltenden Depression, unter der Frau Ayikoru leidet und wegen der sie kostenfrei von Frau Susanne Lindl, Psychotherapeutin in München-Neubiberg, bis August diesen Jahres behandelt wurde.

Am 25. August hatte Frau Ayikoru einen Termin bei Frau Lindl. Die Psychotherapeutin rief im Rahmen dieser Sitzung bei Frau Ingrid Braunersreuther, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Diakonie, an, weil sie nicht mehr bereit war, das Risiko zu tragen, da akute Suizidgefahr bestand. Daraufhin ist Frau Braunersreuther mit Frau Ayikoru ins Bezirksklinikum Mainkofen gefahren, wo sie gegen 18 Uhr ankamen. Aufgrund ihrer psychischen und gesundheitlichen Probleme (starker Kopfschmerz, Bluthochdruck) erhielt sie Medikamente (Schmerz- und Beruhigungsmittel). Es fand ein Aufnahmegespräch mit einer Ärztin statt. Sie wurde bis zum 29. August stationär behandelt. Am 29. August wurde sie von der Polizei in Mainkofen abgeholt und in die JVA Regensburg gebracht. Nachdem Frau Ayikoru in Abschiebehaft kam, hatte sie bei der richterlichen Anhörung, die in Passau am 30. August stattfand, einen Nervenzusammenbruch. Frau Dr. med. Anne Hahn, die bei der Anhörung anwesend war, trug Sorge dafür, dass die Anhörung unterbrochen wurde und Frau Ayikoru sofort ins Krankenhaus nach Passau eingeliefert wurde, wo sie eine Nacht u
Begründung: Hier in Deutschland hat sie trotz der persönlichen Krisen privates Glück gefunden: sie wird ihren Verlobten, einen deutschen Staatsangehörigen, heiraten. Frau Ayikoru wartet nur noch auf die Papiere aus Uganda, weshalb sich die Hochzeit noch verzögert. Die Papiere wurden am 19. September diesen Jahres losgeschickt, deren Zusammenstellung jedoch schon im Mai diesen Jahres begann. Die Bearbeitung der Papiere dauert 3 Monate, sie werden also Mitte Dezember eintreffen. Sobald die Papiere hier einträfen, würde die Abschiebung sofort gestoppt. Die Behörden wollen Frau Ayikoru jedoch so schnell wie möglich abschieben, täglich kann jegliche Hoffnung auf ein sicheres Leben zerstört werden. Mit einer Abschiebung würden faktisch sämtliche Heiratspläne in die Unmöglichkeit verdrängt, abgesehen davon, dass Frau Ayikoru in Uganda um ihr Leben fürchten muss. 

Dass das Landratsamt Passau Frau Ayikoru abschieben will, trotz ihres gefährdeten und höchst instabilen psychischen Gesundheitszustands und ihrer Heiratspläne, ist nicht hinnehmbar. Ich bitte Sie daher inständig, von der Abschiebung abzusehen und Frau Ayikoru sofort aus der Abschiebehaft zu entlassen!
 
Im Namen aller Unterzeichner. 
 
Passau, 22.10.2011 (aktiv bis 28.10.2011) 


Unterstützen Sie die Petition gegen eine Abschiebung von Joyce Ayikoru mit Ihrer Unterschrift. Zur Online-Petition.
 

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Petition für Yun Zou erfolgreich!

Abschiebung gestoppt - Die Petition für Yun Zou war erfolgreich

Mit einem Bescheid vom 13. Oktober 2011 hat das Bundesamt ein Abschiebungsverbot für Yun Zou festgestellt. Diese Feststellung ist seit 18. Oktober 2011 rechtskräftig. Yun Zou wird nun eine Aufenthaltserlaubnis erhalten.
 
Allen Unterzeichnern der Petition auch im Namen von Yun ein herzliches Dankeschön!

Montag, 10. Oktober 2011

Semesteranfangstreffen 2011

Semesteranfangstreffen - Wintersemester 2011/2012
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Das AsylCafé Passau n.e.V. stellt sich am
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Montag, 24. Oktober 2011, ab 18.00 Uhr in der Diakonie Passau 
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allen interessierten Studentinnen und Studenten, Schülerinnen und Schülern sowie Passauer Bürgerinnen und Bürgern vor. 


Es besteht die Möglichkeit, in lockerer Atmosphäre und im persönlichen Gespräch die Mitglieder und die Arbeit des Vereins sowie die ehrenamtlichen Deutschlehrer der Evangelischen Studentengemeinde näher kennenzulernen. 

Auf Eure Kommen freut sich

Die Vorstandschaft des AsylCafé Passau n.e.V.

Dienstag, 4. Oktober 2011

Drohende Abschiebung von Yun Zou in die Volksrepublik China

Seit 03. Oktober 2011 läuft eine Folgepetition für Yun Zou. 

Somit werden wiederholt der Deutsche Bundestag, das Bayerische Innenministerium, der Bayerische Landtag und alle entscheidungsbefungten Stellen in Bayern und Deutschland aufgefordert, die geplante Abschiebung am 14. Oktober 2011 von Yun Zou mit sofortiger Wirkung auszusetzen. Mit dieser Entscheidung können die oben genannten Stellen im Allgemeinen gegen die Menschenrechtsverletzungen in der Volksrepublik China Stellung beziehen und im Besonderen der Falun-Gong-Praktizierenden Yun Zou das Leben retten.

 Bitte unterstützen Sie die Folgepetition gegen die drohende Abschiebung mit Ihrer Unterschrift hier.

Montag, 26. September 2011

Drohende Abschiebung von Yun Zou in die Volksrepublik China

An:    
Deutscher Bundestag, Bayerisches Innenministerium, Bayerischer Landtag und alle entscheidungsbefugten Stellen in Bayern/ Deutschland in Deutschland
 

Die Abschiebung von Yun Zou nach China, die für den 14. Oktober 2011 angesetzt ist, soll mit sofortiger Wirkung ausgesetzt werden. Als Falun Gong- Praktizierende ist ihr Leben in China bedroht.


Begründung:  
Yun Zou ist am 15.4.2009 nach Deutschland gekommen. Mit ihrer Flucht nach Deutschland wollte sie der Verfolgung durch die chinesischen Behörden entgehen. Yun Zou und ihre Familie waren schwerster Verfolgung ausgesetzt, da sie Falun Gong praktizieren.

"Die spirituelle Bewegung Falun Gong wuchs in den 1990er Jahren in der Volksrepublik China stark an. Nach einer friedlichen Sitzblockade auf dem Tiananmenplatz im Juli 1999 verbot die chinesische Regierung die Gruppe und begann eine bis heute andauernde Einschüchterungs- und Verfolgungskampagne gegen Falun Gong, die von einer Organisation namens "610 Office" geleitet wird. Zehntausende Falun-Gong-AnhängerInnen sind willkürlich inhaftiert worden, seit die spirituelle Bewegung als "Bedrohung für die gesellschaftliche und politische Stabilität" verboten wurde. Ihre AnhängerInnen werden zu langen Haftstrafen verurteilt, in psychiatrische Kliniken eingewiesen, in Einrichtungen zur "Umerziehung durch Arbeit" verbracht oder in Verwaltungshaft genommen, die ohne Anklage, Gerichtsverfahren oder gerichtliche Überprüfung verhängt wird.

Obwohl China das UN-Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 1988 ratifizierte, sind Folterungen und Misshandlungen bei jeder Form der Haft an der Tagesordnung. Quellen aus Falun-Gong-Kreisen berichten von zahlreichen, mutmaßlich durch Folter herbeigeführte Todesfälle ihrer AnhängerInnen in Haft." Quelle: Amnesty International [http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-257-2010-1/falun-gong-anhaenger-koennte-erblinden]

Yun Zou und ihre Eltern haben als Falun Gong-Praktizierende jahrelang unter den staatlichen Repressionen leiden müssen: Dazu gehörten Gefängnisaufenthalte, Drohungen, Einschüchterungen, Erpressungen und der Verlust der Arbeit der Eltern. Im Alter von 15 Jahren wurde Yun bei einem Aufenthalt im Gefängnis Vergewaltigung angedroht, falls sie die Aussage verweigert.

"Am 1. Juli 2000 wurden mein Vater und ich in die Quianmen Polizeiwache in Peking eingesprerrt. Mein Vater wurde in einen Raum gebracht, wo er von mehreren Polizisten verhört wurde.(...) Ich wurde von einigen Polizisten aus der Stadt Tianjin in einem anderen Raum verhört. (...)Ich weigerte mich (...). Sie waren wütend und schüchterten mich mit Drohungen ein. Einer streckte mehrmals seine Hand aus und tat so, als ob er mich schlagen würde. Zum Schluss sagten sie zu mir: "Wenn du nicht sagst, wo du herkommst, dann bringen wir dich nach Tianjin und sperren dich in eine Zelle von Männern ein. Früher hatten wir auch so ein hartnäckiges Mädchen wie dich gehabt. Wir haben es mit Männern zusammen gesperrt. Als es das Gefängnis verließ, hatt sie schon zwei Kinder." Ich war damals erst 15. Ihre Worte haben mir wirklich große Angst gemacht." (aus dem Bericht von Yun Zou)

Das Leben der Familie Zou in der Volksrepublik China ist von ständiger Angst geprägt. Die psychische Belastung aufgrund ihrer Erfahrungen mit Inhaftierungen, Erpressungen, Gehirnwäschen und Folter ist immens. Für Yun Zou ist es nicht möglich, ein Leben in der Volksrepublik China zu führen, da für sie Gefahr für Leib und Leben besteht.

Als Grund für ihre Entscheidung nach Deutschland zu kommen, gab Yun Zou an, dass sie Deutschland gewählt habe, "weil hier Menschenrechte und Glaubensfreiheit herrschen".

Yun Zou darf nicht in ein Land abgeschoben werden, in dem ihr Folter und Gefängnis drohen. Die Gefahr ist höchst real, wie zahlreiche Berichte (u.a. von amnesty internationl) belegen.

Unterstützen Sie die Petition gegen eine Abschiebung von Yun Zou in die Volksrepublik China mit Ihrer Unterschrift. Zur Online-Petition